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Economy and Finance

Nationale Ausschüsse für Produktivität

Mandat

Alle Mitgliedsländer sind gehalten, einen nationalen Ausschuss für Produktivität einzurichten, der die Entwicklungen hinsichtlich Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit erfasst und analysiert und eine unparteiische Analyse der politischen Herausforderungen vornimmt.
Diese Ausschüsse müssen von nationalen oder europäischen Behörden, die sich mit Strategien zu Produktivität oder Wettbewerbsfähigkeit befassen, vollkommen unabhängig sein. Sie sollen objektiv und neutral sein. Zwar können sie sich zu Informationszwecken an relevante Interessenträger wenden, doch sollten sie nicht Partei ergreifen. Die nationalen Ausschüsse für Produktivität sollten außerdem in der Lage sein, wirtschaftliche und statistische Analysen von hoher akademischer Qualität durchzuführen.

Hintergrund

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich das Produktivitäts- und das potenzielle Produktionswachstum in der EU verlangsamt. Die Erhöhung der wirtschaftlichen Produktivität ist eine große Herausforderung, die alle EU-Länder angehen müssen, wenn sie das Wachstumspotenzial ihrer Wirtschaft dauerhaft steigern wollen. Die zahlreichen Aspekte des Produktivitätswachstums erfordern vielseitige Herangehensweisen, darunter engagierte politische Maßnahmen zur Förderung der Innovation, weite Verbreitung des Einsatzes neuer Technologien, mehr Investitionen in das Humankapital, besseren Zugang zu Finanzierung sowie Maßnahmen zur Lockerung verkrusteter Arbeitsmarkt- und Produktionsstrukturen.

Im Bericht der fünf Präsidenten wurde erstmals die Einrichtung einer nationalen Stelle für die Beobachtung der Leistungen und politischen Strategien in Sachen Wettbewerbsfähigkeit angeregt. Der Bericht sah außerdem vor, dass diese Einrichtungen in einem euroraumweiten System zusammengebracht werden, dessen Tätigkeiten von der Kommission koordiniert werden.

Zur Anerkennung der wichtigen Rolle dieser Einrichtungen und zur Unterstützung von Wachstum und Konvergenz der EU-Mitgliedsländer veröffentlichte der Rat der Europäischen Union im September 2016 eine Empfehlung zur Einrichtung nationaler Ausschüsse für Produktivität (NPB). Die Länder des Euro-Raums sind gehalten, die in dieser Empfehlung dargelegten Grundsätze bis spätestens März 2018 umzusetzen. Auch Ländern außerhalb des Euro-Raums wird zur Einrichtung ähnlicher Stellen geraten.

Rolle der Europäischen Kommission

Laut der Empfehlung des Rates könnte die Kommission den Meinungsaustausch zwischen den Ausschüssen für Produktivität aller teilnehmenden EU-Länder erleichtern. Außerdem sollten sich die Ausschüsse für Produktivität regelmäßig mit dem Ausschuss für Wirtschaftspolitik zu Themen abstimmen, die in dessen Kompetenzbereich fallen. In diesen Austausch sollten auch Fachleute aus nicht teilnehmenden Mitgliedstaaten eingebunden werden.

Die Kommission kann außerdem über ihren Dienst zur Unterstützung von Strukturreformen (SRSS) technische Hilfe bereitstellen.

Nationale Ausschüsse für Produktivität in Ihrem Land

Die nachstehende Tabelle enthält nützliche Links zu den nationalen Ausschüssen in jedem Mitgliedsland. (Die Informationen werden von den Mitgliedsländern auf freiwilliger Basis bereitgestellt.)

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Österreich
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Belgien
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Bulgarien
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Kroatien
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Zypern
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Tschechische Republik
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Dänemark
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Estland
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Finnland
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Frankreich
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Deutschland
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Griechenland
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Ungarn
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Irland
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Italien
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Lettland
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Litauen
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Luxemburg
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Malta
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Niederlande
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Polen
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Portugal
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Rumänien
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Slowakei
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SlowenienSpanien
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Schweden
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Vereinigtes Königreich

Dokumente

Neuigkeiten und Veranstaltungen

Links zum Thema und aktuelle Nachrichten zu den nationalen Ausschüssen für Produktivität und ähnlichen Themen:

Kontakt

ECFIN-B2-NPB@ec.europa.eu

Context

Potential economic growth in the euro area and in the EU as a whole has slowed considerably since the turn of the century. This trend is mainly due to a decline in total factor productivity growth but in recent years has also been affected by low investment.

Europe’s future economic growth prospects will increasingly depend on its ability to raise productivity. This requires well-balanced policies to support innovation, increase skills, reduce labour and product market rigidities and allow a better allocation of resources.

Legal basis

The Council of the European Union in September 2016 issued a Recommendation on the establishment of National Productivity Boards.

The recommendation was part of the European Commission's October 2015 package of measures giving substance to the so-called five presidents' report on the further development of the EU's economic and monetary union (EMU). It was endorsed by the European Council on 28 June 2016.

In your country

The recommendation by the Council to set-up National Productivity Boards is addressed to euro area member states. It also encourages other EU member states to set up similar bodies.

The table below contains links to the National Productivity Board for each country that has appointed one.

Non-euro area Member States

Bulgaria
Croatia
Czech Republic
Poland
Romania
Sweden

Role of the European Commission

According to the Council recommendation, the Commission could facilitate the exchange of views between the productivity boards of all participating Member States. There should also be a regular discussion between the productivity boards and the Economic Policy Committee, an advisory body to the Council and the Commission, involving also relevant experts from EU countries that do not have a Board.

The Commission can also provide technical assistance through the Structural Reform Support.